StagePilot Hilfe
Playback, Song-Spuren und Mixer bedienen
Wähle die richtige Audioquelle, bereite den Song-Mix vor und trenne interne Spuren von der Steuerung eines externen Digitalmixers.
Kapitel 01
Audioquelle und Wiedergabe vorbereiten
Song öffnen → Bearbeiten → Playback-Mix
Prüfe, welche Quellen der konkrete Song besitzt: normales Playback, vorbereitete Mix- oder Übungsversion oder Song-Spuren. Wähle nur eine tatsächlich vorhandene Quelle. Ein MIDI- oder PDF-Song enthält nicht automatisch ein Audio-Playback.
Wähle für den internen Mehrspur-Mixer die Song-Spuren vor dem Start oder während einer Pause. Das bloße Öffnen einer anderen Mixeransicht ist kein Auftrag, den laufenden Audioplayer auf eine andere Quelle umzubauen.
Starte die Wiedergabe, kontrolliere die Song-Lautstärke und prüfe Pause sowie Stop. Kurze Sprünge und die Zeitleiste helfen bei der Kontrolle. Übersprungene MIDI-Punkte werden nicht gesammelt nachgesendet.
Für Tempo und Tonhöhe verwende die vorgesehenen Anpassungen und sichere sie beim Song. „Original wiederherstellen“ setzt dauerhaft auf Grundtempo und ursprüngliche Tonhöhe zurück. Prüfe starke Änderungen mit deinem tatsächlichen Audiomaterial.
Kapitel 02
Song-Spuren, Effekte und Ausgaenge
Song öffnen → Playback-Mix → Song-Spuren
Öffne einen Song mit mehreren Song-Spuren und schalte Bearbeiten ein.
Wähle unter Playback-Mix die Song-Spuren. Je nach Paket erscheinen bis zu acht vorhandene Spuren; leere Plaetze werden nicht angezeigt.
Stelle Lautstärke, Panorama, Stumm und Solo für jede Spur ein. Lautstärke, Panorama und Stumm werden beim Song gespeichert; Solo bleibt ein vorübergehender Abhörzustand.
Eine Klickspur aus dem Package Maker startet stumm. Du kannst sie bei Bedarf einschalten und auf einen eigenen Ausgang für Kopfhörer oder In-Ear legen.
Tippe bei einer Spur auf FX. Dort findest du 4-Band-Equalizer, Low-Cut, High-Cut, Kompressor, Exciter und Ausgangspegel.
Beim 4-Band-Equalizer wählst du unter der Kurve zuerst Bass, Tiefmitten, Hochmitten oder Höhen. Danach bewegst du genau dieses farbige Band mit dem Finger in der gesamten Kurve: links/rechts ändert die Frequenz, oben/unten den Pegel.
Low-Cut entfernt tiefe Anteile unterhalb der eingestellten Grenze, zum Beispiel Rumpeln in einer Gesangsspur. High-Cut entfernt hohe Anteile oberhalb der Grenze, zum Beispiel unnötiges Zischen in einer Bassspur. Beide Filter sind pro Spur getrennt schaltbar.
Die anderen Punkte zeigen die übrigen Bänder nur an und werden nicht versehentlich mitbewegt. Gain, Frequenz und Bandbreite lassen sich unter der Kurve zusätzlich genau einstellen.
Klang auf Original zurücksetzen stellt die StagePilot-Effekte dieser Spur neutral.
Bei Stereo mischt StagePilot alle Spuren im iPad zusammen.
Bietet dein USB-Audio-Interface mehrere Ausgaenge, kannst du Song-Spuren getrennt zu einem externen Audiomixer schicken.
Mehrkanal-Routing erscheint nur, wenn iPadOS am angeschlossenen Audiointerface wirklich mehr als zwei Ausgaenge meldet. Ohne Interface bleibt der Mixer eindeutig auf Stereo.
Der große Song-Spuren-Mixer bleibt auch im Live-Modus erreichbar, sobald der Song mehrere gültige Spuren enthält. Das Öffnen oder Wechseln einer Mixer-Ansicht verändert waehrend der Wiedergabe niemals den laufenden Audiomix. Für den internen Mehrspur-Mixer wähle Song-Spuren vor dem Start oder waehrend einer Pause.
Im Querformat kannst du zusätzlich Text + Mixer einschalten. Der laufende Text bleibt links sichtbar, waehrend rechts ein kompakter Mixer mit Fadern, Panorama, Mute, Solo, Song-Master und Pegeln erscheint.
Ziehe den grünen Trenner, um Text und Mixer passend aufzuteilen. Bei mehr Spuren kannst du im Mixer waagerecht weiterblaettern. Das Verschieben und der Bankwechsel bauen den Audioplayer nicht neu auf.
Ist ein bestätigter X-Air-Digitalmixer verbunden, kannst du im Zusatzfenster zwischen Song-Spuren und Digitalmixer wechseln. Ohne bestätigte Hardware wird nur der wirklich verfuegbare Song-Spuren-Mixer angeboten.
Prüfe vor dem Auftritt jeden verwendeten Ausgang einzeln. Die Zahl der Ausgaenge haengt vom angeschlossenen Interface ab.
Unter Setup > Controller kannst du Lautstärke, Panorama, Stumm und Solo für jede Song-Spur lernen. Der JP1 besitzt dafür eine fertige Herstellerbelegung für alle acht Plaetze.
Der SMC ist davon getrennt: Er verwendet ausschließlich die gemeinsame MixerBridge-DAW-Belegung für den X AIR-Digitalmixer und steuert keine StagePilot-Song-Spuren.
Ein Hardwarefader mit abweichender Stellung verändert einen gespeicherten Wert nicht sofort. StagePilot übernimmt ihn erst am gespeicherten Wert und verhindert dadurch einen ploetzlichen Pegelsprung.
Equalizer, Low-Cut, High-Cut, Kompressor, Exciter, Ausgangspegel und die Audioausgaenge stellst du weiterhin am iPad ein.
Im Live-Modus bleibt der große Mixer für schnelle Pegel-, Panorama-, Stumm- und Solo-Änderungen erreichbar. Der gespeicherte Klang, das Routing und die MIDI-Steuerung arbeiten weiter.
Kapitel 03
Stereo und getrennte Ausgänge prüfen
Song-Spuren-Mixer → Audioausgänge
Verbinde das benötigte Audiointerface, bevor du das Routing vorbereitest. Maßgeblich sind die Ausgänge, die iPadOS tatsächlich meldet; die Produktbezeichnung allein garantiert keine bestimmte Kanalzahl.
Bei Stereo werden die internen Spuren im iPad zusammengemischt. Mehrkanal-Routing wird erst angeboten, wenn wirklich mehr als zwei Ausgänge erkannt werden. Prüfe jeden Zielkanal mit einer einzelnen Spur.
Lege eine benötigte Klickspur auf den passenden Abhörweg. Prüfe durch Hören, dass sie nicht versehentlich auf der für das Publikum gedachten Ausgabe landet. Eine im Paket markierte Klickspur startet stumm und muss bei Bedarf bewusst aktiviert werden.
Kontrolliere nach einem Wechsel von Interface, Kabel oder Gerät die Zuordnung erneut. Ein gespeicherter Mix ist keine Bestätigung, dass derselbe physische Ausgang noch vorhanden ist.
Trenne Audio und Fernsteuerung: USB kann Audiosignale übertragen; die X-AIR-Steuerung benötigt zusätzlich ihre eingerichtete Netzwerkverbindung. MIDI-Tasten ersetzen weder den Audio- noch den Netzwerkweg.
Kapitel 04
Mixer-Zentrale und Digitalmixer
Song öffnen → Mixer-Zentrale
Öffne die Mixer-Zentrale über den Mixer-Knopf im Songfenster. Song-Spuren und Digitalmixer erscheinen als zwei eigene Ansichten.
Das Umschalten wechselt nur die sichtbare Bedienoberflaeche. Die laufende Wiedergabe, das Audio-Routing und die Aufgabe des Hardware-Controllers werden dabei nicht neu aufgebaut.
Song-Spuren mischt das Audio innerhalb von StagePilot. Digitalmixer bedient einen eingerichteten XR18, X18 oder MR18 über dessen Netzwerkverbindung.
Die Digitalmixer-Auswahl erscheint erst, wenn StagePilot eine aktuelle Antwort eines passenden Mixers erhalten und das Gerät bestätigt hat. Eine gespeicherte Adresse allein reicht nicht.
Die Kanäle 1 bis 16 stehen in den Baenken 1-8 und 9-16 bereit. Main LR bleibt rechts sichtbar.
Kanalnamen, Fader, Panorama, Stumm, Solo und Pegel werden vom Digitalmixer gelesen. Die Pegelanzeige verwendet die Rückmeldung des Mixers und führt keine zusätzliche Audioanalyse auf dem iPad aus.
M kennzeichnet den Kanal-Mute. Rot bedeutet direkt stumm. Wird ein Kanal durch eine aktive Mute-Gruppe stumm, wird die Gruppe am Kanal und oben als MG1 bis MG4 kenntlich gemacht.
Beim SMC schalten Channel links/rechts die Kanalbank. Die Pfeile links/rechts wechseln je nach Zustand die sechs XR18-Ebenen oder den Bus. R 1-8 wählt einen Kanal.
O 1-4 schaltet Mute-Gruppe 1-4. O 5 schaltet alle Eingangskanäle gemeinsam und rücksetzbar stumm; O 6-8 sind bewusst ohne Funktion.
Play setzt die SMC-Oberflaeche auf Home mit Inputs 1-8. Die Taste startet keinen StagePilot-Song.
Die rote Record-Taste nimmt keinen Ton auf. Unter Setup > Controller merkst du zuerst den aktuellen sicheren Mix. Record wendet diesen Mix an; der nächste Druck stellt den vorherigen Zustand wieder her.
Jeder XR18-Schreibvorgang wird bestätigt und unabhängig zurückgelesen, bevor die passende SMC-LED leuchtet. Bei einer Störung wird die Ausgabe gesperrt und nicht auf eine zweite Belegung umgeschaltet.
Hat der Song bereits einen Mix, erscheint daneben Löschen. Das entfernt nur die gespeicherte Song-Automatik. Die aktuellen Mixerstellungen bleiben unverändert und beim nächsten Songaufruf wird kein Mix mehr automatisch geladen.
Unter Setup > Mehrere Songs bearbeiten sicherst du ausgewählte Song-Mixe als benanntes Mix-Set. So kann ein Mix-Set eindeutig zu einem bestimmten Behringer-Setup gehören.
Beim Laden ordnet StagePilot die Mixe über die feste Song-ID zu und zeigt vor dem Import gefundene, fehlende und zu ersetzende Mixe. Der angeschlossene Mixer wird beim Import noch nicht verändert; das geschieht erst beim nächsten Songaufruf.
Beim nächsten Songaufruf werden diese Werte wiederhergestellt, sobald der Digitalmixer verbunden ist. So koennen zum Beispiel Saxophon, Gitarre, Gesang oder Playback jeweils mit ihrem vorbereiteten Lautstärkeverhältnis starten.
Song-Mixe kannst du weiterhin direkt im Song nachregeln, speichern oder aktualisieren. Das gemeinsame SMC-Record-Verhalten bleibt davon getrennt.
Ein USB-Kabel kann das Mehrkanal-Audio zum Mixer übertragen. Für die Digitalmixer-Steuerung braucht StagePilot zusätzlich die Netzwerkverbindung; SMC oder JP1 senden ihre Befehle per MIDI an StagePilot.
Kapitel 05
Songmarken, Spruenge und Marker-Loop
Song öffnen → Songmarken / Bearbeiten
Öffne einen Song im StagePilot-Player und tippe auf Songmarken beziehungsweise Marken mit der angezeigten Anzahl.
Aktuelle Stelle als Marke speichern merkt sich die Position genau in dem Moment, in dem du den Knopf drückst. Das Playback darf dabei weiterlaufen.
Wähle eine vorbereitete Bezeichnung wie Intro, Strophe, Refrain, Bridge, Solo, Zwischenspiel, Teil, Finale oder Ende. Wiederholte Namen werden automatisch nummeriert.
Du kannst statt einer Vorgabe einen eigenen Namen eingeben, zum Beispiel Refrain ohne Gesang oder Medley Teil 4.
Über der Zeitleiste stehen die Namen in kleiner Schrift an größeren hellblauen Markerpunkten. Ein Tipp dort wählt den Bühnensprung vor; die normale Suchleiste darunter bleibt eine getrennte Bedienflaeche.
Bei laufendem Playback merkt ein Tipp auf den Markennamen das Ziel vor. Der aktuelle Part spielt bis zur nächsten Marke fertig; erst dort wechselt StagePilot zum vorgewählten Ziel.
Die vorgemerkte Zielmarke wird mit einem Haken und am Songmarken-Knopf als Sprungziel angezeigt. Vormerkung aufheben nimmt die Auswahl zurück.
Bei pausiertem Playback springt ein Tipp sofort zur gewählten Marke.
Die Audio-Engine bleibt beim Bühnensprung aktiv. Normales Playback und alle Song-Spuren werden gemeinsam ohne erneute Startvorbereitung auf das Ziel gesetzt.
Der Loop-Knopf an einer Marke wiederholt den Bereich von dieser Marke bis zur unmittelbar folgenden Marke. Marker-Loop ausschalten beendet die Wiederholung.
Zum Umbenennen, zeitgenauen Verschieben oder Löschen einer vorhandenen Marke zuerst Bearbeiten einschalten. Die Position kann mit Rädern, direkter Zeiteingabe oder Halbsekunden-Schritten korrigiert werden.
Songmarken funktionieren mit normalen Audiodateien, StagePilot-Aufnahmen, Song-Spuren und der stillen Notenblatt-Zeitleiste. Sie steuern kein externes Keyboard.
Beim Springen werden übersprungene automatische MIDI-Punkte nicht nachtraeglich auf einmal gesendet. Nach einem Rücksprung koennen spätere MIDI-Punkte beim erneuten Vorbeilaufen wieder ausgeloest werden.
Songmarken gehören zum Song. Sie werden bei einer Songkopie, beim Song-Austausch sowie in Schnell- und Komplettsicherungen mitgenommen.
Kapitel 06
Mix und Bühnenablauf abschließend kontrollieren
Song → Mix speichern; Setup → Daten sichern
Unterscheide die gespeicherten internen Song-Spur-Werte von einem externen Digitalmixer-Song-Mix. Solo ist ein vorübergehender Abhörzustand und gehört nicht wie Lautstärke, Panorama und Mute zum gespeicherten Spurenmix.
Öffne den Song erneut und prüfe die benötigten Werte. Beim externen Digitalmixer kontrolliere zusätzlich den Verbindungsstatus und die Rückmeldung zum Laden; ohne Verbindung ist ein gespeicherter Song-Mix noch nicht am Gerät angekommen.
Sichere interne Einstellungen mit dem passenden Daten-Backup. Externe Digitalmixer-MixSets bleiben ein eigener Sicherungsweg. Bewahre beide auf, wenn dein Auftritt beides benötigt.
Prüfe vor dem Auftritt eine repräsentative Songfolge mit Audio, Noten und Steuerung. Schalte anschließend den vorgesehenen Live-Modus ein; schnelle Mixer-Bedienung und gesperrte Bearbeitungsfunktionen haben dabei unterschiedliche Aufgaben.