StagePilot Hilfe
MIDI am Song – Aufrufe, Befehle und Zeitpunkte
Bereite die gewünschten Geräteaktionen für genau diesen Song vor. Geräteauswahl, Befehlsfolge, gemeinsamer Live-Start und zeitgesteuerte Punkte sind getrennte Aufgaben.
Kapitel 01
Die vier Bereiche des Song-MIDI-Editors nutzen
Song bearbeiten → MIDI-Geräte & Apps
Lege die benötigten Geräte mit ihrem Ausgang und Kanal zuerst im Setup an. Öffne danach „MIDI-Geräte & Apps“ am Song. Das Öffnen dieses Editors allein sendet keine Testbefehle.
Unter „1. MIDI-Aufrufe dieses Songs“ erhält jedes Ziel seinen eigenen Aufruf. Eine SongBook-Nummer, ein Set, eine Bank und eine Session sind keine austauschbaren Zahlen. Verwende die Felder des tatsächlich gewählten Geräts und beachte dessen Prüfhinweise.
Unter „2. Weitere Geräte & Spezialaktionen“ ordnest du zusätzliche Aufgaben wie Preset, Snapshot oder Szene zu. Eine Vorlage beschreibt einen vorgesehenen Weg, keine allgemeine Kompatibilität mit beliebigen Geräten.
Unter „3. Weitere MIDI-Befehle“ bereitest du die zusätzliche Befehlsliste vor. Prüfe den Schalter „Befehle beim Songstart senden“, Ziele und Kanäle und ordne die Folge über „Reihenfolge“. Die Liste wird von oben nach unten gesendet.
Unter „4. Live-Start“ wählst du die Geräte für gemeinsamen Start und Stop. Nur die markierten Geräte werden berücksichtigt. Der normale Play-Knopf steuert die StagePilot-Wiedergabe; er ist nicht mit dem gemeinsamen Live-Start gleichzusetzen.
Nutze zunächst einen einzelnen vorgesehenen Test und kontrolliere am Zielgerät die Wirkung. „Alle Song-Befehle testen“, „Start testen“ und „Stop testen“ senden echte Befehle. Prüfe die Rückmeldung und den gespeicherten Songstand, bevor du die ganze Folge im Auftritt nutzt.

Kapitel 02
MIDI-Befehle pro Song
Song bearbeiten → MIDI-Geräte & Apps → Weitere MIDI-Befehle
Lege einzelne Vorlagen unter „Setup → MIDI → MIDI-Befehlsliste“ an. Unter „Song-Presets“ fasst du mehrere Aufrufe in einer festen Reihenfolge zusammen.
Öffne den Song über „Bearbeiten → MIDI“. Unter „3. Weitere MIDI-Befehle“ schaltest du „Befehle beim Songstart senden“ ein. Über „SONG-PRESET / AUFRUF“ wählst du eine vorbereitete Folge oder einen Einzelaufruf; „BEFEHLSLISTE“ öffnet die passenden Befehlsvorlagen.
Änderungen an einer verknüpften Vorlage gelten für die damit verbundenen Songs. Für eine Ausnahme verwendest du eine eigene Song-Kopie. „EIGENER BEFEHL“ legt einen Befehl nur für diesen Song an.
Wähle das Zielgerät. Es gibt Ausgang und Kanal vor. MSB / LSB / Prog wählt einen Inhalt aus; CC ist ein Steuerbefehl, zum Beispiel für Lautstärke. Verwende die Werte des Zielgeräts.
Für TurboSounds kommt zuerst die Session, danach bei Bedarf Style oder Medium und dann die Instrumenteneinstellungen. Prüfe jeden Aufruf einzeln, anschließend die ganze Folge. Sichere den Song und lade ihn erneut. Ein Aufruf wählt Inhalt aus; den Musikstart richtest du getrennt unter Live-Start ein.
Kapitel 03
Live-Start pro Song
Song bearbeiten → MIDI-Geräte & Apps → Live-Start
Song-Aufruf und Live-Start haben zwei verschiedene Aufgaben: Der Song-Aufruf wählt oder bereitet einen Speicherplatz vor. Live-Start beginnt danach die Wiedergabe.
Der normale Play-Knopf startet nur StagePilot. Live-Start startet StagePilot und die ausgewählten externen Geräte gemeinsam.
Unter Setup → MIDI → MIDI-Geräte verwalten legst du eine zentrale Vorgabe fest. Sie gilt automatisch für Songs ohne eigene Live-Start-Einstellung.
Schaltest du im Song Gemeinsamen Live-Start verwenden ein, bekommt dieser Song seine eigene Auswahl. Die zentrale Vorgabe wird für diesen Song dann nicht zusätzlich angehaengt.
Ein grüner Haken bedeutet: Dieses Gerät bekommt bei diesem Song Start und Stop. Ein leerer Kreis bedeutet: Dieses Gerät bleibt bei diesem Song unberuehrt.
Beispiel nur PA5X: Markiere Korg PA5X und lasse TurboSounds leer. Ein Style auf dem PA5X startet, TurboSounds bleibt stehen.
Beispiel nur TurboSounds: Markiere TurboSounds und lasse den PA5X leer. Style, MIDI-Datei oder MP3 in TurboSounds startet, der PA5X bekommt keinen Startbefehl.
Beispiel beide gemeinsam: Markiere PA5X und TurboSounds. Beide folgen demselben Live-Start, jeweils mit ihrem gespeicherten Start-Versatz.
Live-Stop beendet dieselbe im Song ausgewählte Gerätegruppe. Dadurch gehören Start und Stop immer zusammen.
Mit Start testen und Stop testen prüfst du die aktuelle Auswahl direkt. So erkennst du vor Probe oder Auftritt, welches Gerät reagieren soll.
Mit dem Start-Versatz kannst du ein Gerät etwas später folgen lassen, damit StagePilot, Keyboard und App musikalisch gleichzeitig beginnen.
Sichere den Song nach der Auswahl. Beim nächsten Öffnen gelten wieder genau seine gespeicherten Haken.
Kapitel 04
MIDI-Punkte im Song
Song öffnen → Bearbeiten → MIDI-Punkt
Lege den gewuenschten Befehl zuerst unter Setup → MIDI → MIDI-Befehlsliste an.
Öffne den Song, spule zur gewuenschten Stelle und drücke Pause.
Tippe auf den grünen Punkt der Zeitleiste oder auf MIDI-Punkt.
Wähle bei Toggle eindeutig EIN oder AUS. So ist der Instrumentenstand bei jedem Abspielen gleich.
Der MIDI-Punkt bleibt mit der MIDI-Befehlsliste verknüpft. Änderst du dort zum Beispiel CC 23 auf CC 20, wird der technische Befehl auch an allen verknüpften Songstellen aktualisiert; Zeitpunkt sowie EIN/AUS bleiben erhalten.
Momentary sendet einen kurzen Tastendruck und danach einmal 0 als Loslassen.
Program Change kann mitten im Song einen Klang, Effekt oder Speicherplatz aufrufen.
MSB/LSB/Program wählt eine Bank und danach das Programm. StagePilot sendet immer in dieser Reihenfolge.
SysEx kann besondere Gerätefunktionen steuern. Es hat keinen MIDI-Kanal und ist nur für erfahrene Nutzer mit einer passenden Geräte-Anleitung gedacht.
Ein SysEx-Befehl muss mit F0 beginnen und mit F7 enden. Ein falscher oder zu langer Befehl kann nicht gespeichert werden.
Orange Punkte auf der Zeitleiste zeigen die gespeicherten MIDI-Stellen.
Zum Verschieben zuerst Pause drücken. Dann den orangefarbenen Punkt nach links oder rechts ziehen und loslassen. Die neue Stelle wird sofort gespeichert.
Für eine genaue Zeit MIDI-Punkt öffnen und bei Gespeicherte MIDI-Punkte auf die Uhr tippen. Dort kannst du Minuten, Sekunden und Hundertstel mit Rädern einstellen, eine Zeit wie 1:23,25 eingeben oder um eine halbe beziehungsweise ganze Sekunde verschieben.
Im Fenster Gespeicherte MIDI-Punkte kannst du einen falschen Punkt wieder löschen.
Beim normalen Abspielen wird jeder Punkt genau einmal gesendet.
Beim Vorspulen werden übersprungene Befehle nicht auf einmal nachgesendet. Nach dem Zurückspulen werden spätere Punkte beim erneuten Vorbeilaufen wieder gesendet.
Im Bühnen-Sync sendet nur das Master-iPad. Client-iPads senden keine doppelten MIDI-Befehle.
Die MIDI-Punkte gehören zum Song und werden mit der Schnell- und Komplettsicherung gespeichert.
Kapitel 05
MIDI-Aufnahme und Live-Schutz
Song öffnen → Bearbeiten → MIDI-Aufnahme
Verbinde den MIDI-Controller zuerst mit dem iPad. Bei Bluetooth-MIDI muss der Controller wirklich gekoppelt sein, bevor StagePilot seine Befehle sehen kann.
Öffne Setup → MIDI → MIDI-Status & Log und starte eine Aufzeichnung. Drücke dein Pad: Prüfe den tatsächlich empfangenen Kanal, die Befehlsart CC, die CC-Nummer und den Wert.
Achte auf den richtigen MIDI-Kanal. Standard für StagePilot ist Kanal 10. Wenn dein Controller auf einem anderen Kanal sendet, kommt der Befehl nicht als Steuerung an.
Den Eingangskanal kannst du unter Setup → MIDI → Controller ganz oben einstellen. Stelle entweder den Controller auf Kanal 10 oder StagePilot auf den Kanal deines Controllers.
Controller zeigen üblicherweise die Kanäle 1 bis 16 an. Manche zählen jedoch von 0 bis 15. Prüfe im MIDI-Status & Log, welcher Kanal tatsächlich ankommt. Nur bei dieser abweichenden Zählweise entspricht dort 9 dem MIDI-Kanal 10. Passe die Einstellung nur bei einem solchen Versatz an. CC-Nummer und Wert bleiben unverändert.
Eine CC-Aufnahme braucht keine vorher angelegte Befehlsvorlage. Im vorbereiteten Build 31 wählst du vor der Aufnahme das Zielgerät, zum Beispiel TurboSounds. StagePilot merkt sich das Ziel für diesen Song und speichert es mit jedem neuen MIDI-Punkt. CC, Kanal und Wert werden vom Pad übernommen. Ohne erreichbaren Ausgang kann die Aufnahme nicht vorbereitet werden.
Für die MIDI-Aufnahme werden nur CC-Befehle und Program Change gespeichert. SysEx wird für diese einfache Aufnahme nicht verwendet.
Öffne den Song und schalte zuerst Bearbeiten ein. Nur im Bearbeitungsmodus darf StagePilot neue MIDI-Punkte setzen oder vorhandene Punkte verschieben.
Im vorbereiteten Build 31 öffnet MIDI-Aufnahme zuerst die Gerätewahl. Wähle das Ziel und bestätige mit OK. Während der Aufnahme bleibt Aufnahme für und der Gerätename sichtbar. Starte den Song selbst mit Play. Pause unterbricht auch die Aufnahme; Play setzt sie fort. Im Stillstand werden keine Punkte aufgenommen. Läuft der Song bereits, beginnt die Aufnahme dort. Ältere Versionen starten den Song noch mit dem Aufnahmeknopf.
StagePilot setzt die MIDI-Punkte waehrend der Song laeuft. Du musst den Song dafür nicht jedes Mal stoppen.
Am Ende tippst du auf Fertig. Auch Stopp / Anfang und das Songende beenden die Aufnahme. Die aufgenommenen MIDI-Punkte bleiben beim Song gespeichert.
Sind schon MIDI-Punkte vorhanden, zeigt der Knopf MIDI ergänzen. Die vorhandenen Punkte bleiben erhalten und laufen normal mit. StagePilot speichert nur deine neuen Tastendrücke zusätzlich.
Letzten Punkt löschen entfernt waehrend der Aufnahme nur den zuletzt neu aufgenommenen Punkt. Aeltere gespeicherte Punkte bleiben unangetastet.
Tippe bei einem gespeicherten MIDI-Punkt auf den Stift. Unter Zeit änderst du die Songstelle, unter MIDI-Befehl Kanal, CC-Nummer, Wert und Zielgerät. AUS · 0 und EIN · 127 sind direkt wählbar. Speichern und Abbrechen bleiben oben sichtbar. Eine reine Zeitänderung behält die Verknüpfung zur Befehlsvorlage; eine Befehlsänderung gilt nur für diesen Punkt und löst ihn von der Vorlage. Die Vorlage selbst bleibt erhalten.
Schalte danach wieder Live ein. Im Live-Modus sind Änderungen gesperrt und die Einstellfelder ausgeblendet, damit beim Auftritt nichts versehentlich verstellt, gelöscht oder verschoben wird.
Playback-Mix, Tempo, Tonhöhe, Song-Lautstärke und MIDI-Aufnahme stellst du unter Bearbeiten ein. Der große Song-Spuren-Mixer bleibt für schnelle Pegel- und Stumm-Änderungen auch im Live-Modus erreichbar.
Live und Bearbeiten gelten global für dieses iPad. Wenn Live aktiv ist, schützt StagePilot alle Songs, nicht nur den gerade offenen Song.
Vor dem Auftritt den Song einmal komplett testen: Controller verbunden, richtiger MIDI-Kanal, Playback startbar und alle MIDI-Punkte reagieren wie gewuenscht.
Kapitel 06
Befehle in der Songfolge prüfen
Vorbereitung → einzelner Song → ganze Setliste
Beginne mit einem bekannten Speicherplatz und einem einzelnen Gerät. Prüfe Ausgang, Kanal und die sichtbare Wirkung am Ziel. Erst danach ergänze weitere Geräte und Befehle.
Kontrolliere den Anfang des Songs und die zeitgesteuerten Stellen getrennt. Ein richtiger Anfangsaufruf beweist nicht, dass spätere MIDI-Punkte passend gesetzt sind.
Teste Vor- und Rücksprünge: Übersprungene Punkte werden nicht gesammelt nachgeholt; beim erneuten Vorbeilaufen nach einem Rücksprung können spätere Punkte erneut ausgelöst werden. Verwende für Schaltzustände möglichst eindeutige EIN-/AUS-Aktionen.
Bei Band-Verbindungen prüfe Rolle und Rechte. Clients sollen keine zusätzlichen doppelten automatischen Songbefehle aussenden. Verwechsle den Wunsch eines Band-Geräts zur Songwahl nicht mit einer eigenen vollständigen MIDI-Ausgabe.
Sichere den geprüften Arbeitsstand. Nach Änderungen einer zentral verknüpften Befehlsvorlage kontrolliere auch die Songs und Zeitpunkte, die diese Vorlage verwenden.
Kapitel 07
Einen Song durch MIDI-Empfang öffnen
Song → Bearbeiten → MIDI → Songempfang – diesen Song öffnen
Schalte „Song über MSB / LSB / PC aufrufen“ ein. Stelle die drei Werte mit den Zahlenrädern ein und wähle einen festen Kanal oder „Alle Kanäle“. Sichere den Song.
Auch unter „Setup → MIDI → Controller“ müssen „Songwahl empfangen“ und der globale Songwahl-Kanal passen. „Alle Kanäle“ im Song hebt einen engeren globalen Filter nicht auf.
Löse den Aufruf am Sender aus. Der Song wird ausgewählt; die Musik startet nicht automatisch. Empfangswerte sind keine Sendewerte.
Verwechsle die Empfangszuordnung nicht mit „Befehle beim Songstart senden“. Der Empfang legt fest, welcher eingehende Aufruf diesen StagePilot-Song öffnet. Der Sendebereich legt fest, welche anderen Geräte StagePilot beim Aufruf steuert.
Beginne bei einem Fehler mit dem globalen Songwahl-Kanal, danach prüfe die gespeicherten Werte dieses Songs. Ein eindeutiger Versuch von einem anderen Song aus macht die erfolgreiche Auswahl sichtbar.

Kapitel 08
Lokale App und zweites iPad aus demselben Song steuern
Setup → MIDI → MIDI-Geräte verwalten
Lege zwei Geräteprofile an. Wähle für die lokale App „StagePilot MIDI-Quelle“ und für das zweite iPad dessen verbundenen Bluetooth-MIDI-Ausgang.
Ordne im Song die gewünschten Aufrufe den jeweiligen Profilen zu. Sichere die Bearbeitung und teste erst jedes Ziel einzeln, danach beide durch erneutes Öffnen des Songs.
Prüfe am Ende die Titel auf beiden Zielgeräten. Ein erfolgreicher lokaler Aufruf bestätigt den Bluetooth-Weg nicht mit. Notiere für jedes Profil den bewährten Ausgang und Kanal; prüfe diese Angaben nach einem Gerätewechsel erneut.